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Historische Räume und Geschichte

Führungen durch die historischen Säle der Stadtbibliothek finden jeden ersten Mittwoch im Monat statt - die Teilnahme ist kostenlos!

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Scharbausaal

Die Lübecker Stadtbibliothek stellt für ihren Bibliothekstyp - die wissenschaftliche und öffentliche Bibliothek in einem Haus ("Public Library") - ein baugeschichtliches Unikat in Deutschland dar. Das Gebäudeensemble der Stadtbibliothek umfasst sowohl Bauten aus dem Mittelalter, dem 19. wie auch aus dem frühen und späteren 20. Jahrhundert in den jeweils typischen Baustilen.

 

Scharbausaal

Scharbausaal

Der wohl 1354 - 1356 errichtete Schlafsaal der Franziskanermönche des Katharinenklosters wurde 1618 - 1619 umgestaltet und mit kunstvollen eichenen Regalen als Bibliothekssaal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im angrenzenden Konsistorialsaal fand 1759 die von Scharbau gestiftete Bibliothek (6.000 Bände) ihren Standort.

Heute sind hier etwa 20.000 Bände des Altbestandes aufgestellt, vor allem aus den Gebieten Geschichte und Theologie.

 

Mantelssaal

Mantelssaal

Der Mantelssaal geht auf die Initiative des Stadtbibliothekars und Hanseforschers Friedrich Wilhelm Mantels zurück. Er erreichte 1877, dass den mittelalterlichen Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters ein Neubau hinzugefügt wurde. Der neogotische Baustil schließt an die Vorbilder des Mittelalters an.

Mit der umfangreichen Renovierung von 1992 - 1994 ist es gelungen, moderne Elemente mit der historischen Bausubstanz geschickt und wirkungsvoll zu verbinden. In der Regalanlage stehen heute 8.500 Bände des Altbestandes.

 

Lesesaal

Lesesaal (Willy-Pieth-Lesesaal)

Innerhalb des Bibliotheksneubaus von 1926 nimmt der Lesesaal eine zentrale Stellung ein. Die Stirnseiten schmücken Fresken des Künstlers Ervin Bossanyi. Doch seine expressionistischen Darstellungen "Inspiration, geistige Arbeit, Denken" sowie die Figurengruppe "Naturwissenschaften, der Verkünder, Astronomie" wurden in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft mit brauner Farbe übermalt und erst 1960 wieder freigelegt. 1992 erfolgte eine grundlegende Renovierung. Die historische Substanz des Lesesaales blieb erhalten, er dient heute als ruhiger und zur Konzentration auf das wissenschaftliche Arbeiten einladender Raum.

 

Neubau

Neubau

Nach dem Vorbild der anglo-amerikanischen "Public Library" wurde die wissenschaftliche Stadtbibliothek mit der Öffentlichen Bücherei unter einem Dach vereint. Der Neubau von 1976 - 1979 wurde an die vorhandene historische Bausubstanz angegliedert, der frühere Innenhof, der zwischen den Gebäuden aus dem Jahre 1926 lag, mit in das Konzept einbezogen. Von allen Neubauetagen hat man einen Blick in die zentrale Halle, deren Glas-Stahl-Konstruktion weit in die Höhe ragt. Ab 2007 erfolgt schrittweise die Modernisierung des Hauses.

 

 

 

Geschichte im Detail 

 

Literaturhinweise zur Geschichte der Bibliothek